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Suicide Squad: Special Ops VR

Wem die Teddybären letztens für ein Ballerspiel zu knuffig waren, der kann sich jetzt kostenlos Suicide Squad: Special Ops VR herunterladen. Wie der Name schon andeutet, ist es das VR-Spiel zu „Suicide Squad“, der Verfilmung des gleichnamigen DC Comics über ein Team von Verbrechern mit Superkräften. Sie werden aus dem Gefängnis geholt, um gemeinsam die böse Enchantress zu besiegen, die den Körper einer Archäologin in Besitz genommen hat und mit einer Schar von Monstern ihr Unwesen treibt.

Im Spiel muss man fiese Angreifer entweder als Harley, Deadshot oder Diablo mit diversen Waffen wie Baseballschläger, Pistole oder Gewehr abwehren beziehungsweise schickt man als Diablo natürlich Feuersalven mit seinen Händen los. Dabei befindet man sich in Midway City zunächst in einer U-Bahn, einem U-Bahnhof, dann vor und in der Central Station. Das Gute ist, dass man lediglich das Touchpad zum Feuern braucht, keine(n) Controller. Das Spiel mag nicht das anspruchsvollste sein, aber das ist der Film ja auch nicht und da es kostenlos ist, kann man nicht viel falsch machen.

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Good Behavior

Eine große Überraschung ist für mich Michelle Dockery in der neuen Serie „Good Behavior“: Bekannt als Lady Mary aus „Downton Abbey“ spielt sie nun das komplette Gegenteil von der adligen, etwas steifen Britin. Die Protagonistin der Serie ist Letty, Trickbetrügerin und Diebin, die frisch aus dem Gefängnis entlassen, versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Sie will das Sorgerecht für ihren zehnjährigen Sohn Jacob, der momentan bei der zunächst fies wirkenden Großmutter lebt, zurückerhalten. Dafür hat sie einen Job in einem Diner angenommen, wird aber vom Boss mies behandelt. Als sie sich gegen sexuelle Belästigung eines Kunden wehrt, feuert sie der Chef, was sie in Schwierigkeiten mit ihrem Bewährungshelfer bringt, weil eine feste Arbeitsstelle Teil ihrer Bewährungsauflagen ist.

Letty fällt gleich nach ihrem Rauswurf in alte Verhaltensmuster zurück, was Diebstahl und vor allem Alkohol und Drogen bedeutet. Dabei ist der Kontrast zwischen den Dingen, die Letty tut und den Selbstmotivationssprüchen, die sie nonstop von ihrem Smartphone abspielt, in ihrer Tragikomik nicht zu überbieten:

Man merkt, dass viel Mühe auf die Auswahl der Musik verwendet wurde. Außerdem gibt es herrliche Dialoge:

Letty zum Taxifahrer: „That’s a twenty.“

Taxifahrer: „Need change?“

Letty: „On a nine dollar fare? What does your heart tell you?“

Zwischendurch hat die Serie in der vierten Folge einen kleinen Durchhänger, weil Letty mit dem Ehemann ihrer Freundin Tiffany herumknutscht, dem sie dreißig Sekunden vorher noch erklärt hat, wie wichtig ihr die Freundin sei und sie weder betrunken ist, noch irgendwelche Drogen genommen hat. Ich halte das für ziemlich unplausibel, weil Kyle ihr einen Job in seiner Anwaltskanzlei verschafft hat und ihr auch mit dem Sorgerecht für ihren Sohn helfen wollte. Tiffany hatte sie ebenfalls unterstützt, deswegen ist mir das ein bisschen zu viel des Klischees.

Die Serie fängt sich aber in der nächsten Folge ziemlich schnell wieder. An der Seite von Michelle Dockery spielt Juan Diego Betto den Auftragskiller Javier, mit dem sie schließlich zusammenarbeitet. In Folge fünf chauffieren sie seine beiden Nichten zu deren Mutter. Letty punktet damit, dass sie behauptet, bei Instagram zu arbeiten und den kompletten Songtext von „Love Again“ (Run the Jewels) kennt:

Javier ist wenig begeistert, da das Lied hauptsächlich von Penissen und ähnlichem handelt, was für Teenager vielleicht nicht so geeignet ist. Die beiden Mädchen sind aber ziemlich aufgeweckt und lockern die gesamte Atmosphäre auf. Alles in allem hat „Good Behavior“ ein paar kleine Schwächen – die Sexszenen sind beispielsweise auch ein bisschen einfallslos, aber insgesamt fühle ich mich gut unterhalten.

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Sneaky Bears VR

Wer denkt, Teddybären wären putzige Zeitgenossen, der wird mit „Sneaky Bears VR“ eines Besseren belehrt: Zwar sehen die Bären im Spiel niedlich aus, so wie das Spiel insgesamt optisch sehr schön aufbereitet ist, doch sind sie kein bisschen nett. Das erfährt man spätestens an den Kratzspuren ihrer Tatzen, die sie auf dem Spieler hinterlassen und die nach der three-strikes law funktionieren: wenn man drei Mal getroffen wurde, ist man tot. Auch das fiese Lachen, wenn sie einen dann endgültig gekillt haben, trägt zum Gruselfaktor bei. Ziel des Spieles ist natürlich, die Teddys zu töten, bevor sie einen selbst töten.

Die Entwickler empfehlen, einen Drehstuhl zu benutzen, was das Spielen wirklich viel einfacher macht. Allerdings kann es passieren, dass man sich plötzlich an einer ganz anderen Stelle des Raumes wiederfindet – also aufpassen!

Insgesamt ist Sneaky Bears VR ein lustiges Spiel, das man zwar nicht monatelang spielen kann, aber das so viel Spaß macht, dass sich der Kauf wirklich lohnt.

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3 Gründe, warum amerikanische Serien besser sind


1. Bessere Stadt-/Landschaftsaufnahmen

Eigentlich ganz simpel meint man, aber trotzdem fehlt es mir bei deutschen Serien: In amerikanischen werden Städte stets von ihrer schönen oder zumindest coolen Seite gezeigt. Ein Kameraflug übers Meer, Silhouette der Wolkenkratzer, ein trocken gelegter Kanal in Los Angeles, durch den die Autojagd führt etc., sodass ich jedes Mal sofort dorthin ziehen möchte. Außergewöhnliche Häuser mit Blick auf die darunter liegende Stadt, Swimming Pools, in die man sofort hineinspringen möchte…allerdings können das nicht nur Amerikaner: Bei der kanadischen Serie „Motive“ fragte ich mich die ganze Zeit, welche Stadt da so schön grün ist – es war Vancouver (allerdings ist es – wahrscheinlich, weil es ein Krimi ist – etwas verfälscht, da es meistens regnet. Im Sommer ist meiner Erfahrung nach eigentlich ziemlich schönes Wetter in British Columbia). Auch in britischen Serien verzichtet man nicht auf Landschaftsaufnahmen: Für die Krimiserie „Broadchurch“ wurden atemberaubende Bilder der englischen Küste gedreht. Bei deutschen Filmen/Fernsehen fehlt mir das weitgehend – aber das ist eben, was Don Dahlmann so treffend „Redakteursfernsehen“ nennt.

2. Bessere Charaktere

Ein weiterer Grund sind die besonderen Charaktere: Abby in „NCIS“ liebt doch wirklich jeder, obwohl das eigentlich eine 0815-amerikanische-Patriotismus-Serie ist, wenn auch teuer produziert. Oder die Assistentin Penelope in „Criminal Minds“, die eine bunte Version von Abby ist. Aber es bleibt nicht nur bei ihr, der Nerd Spencer ist ebenfalls gut gelungen. Erklärt, warum die Serie schon in der zwölften Staffel erfolgreich läuft.

3. Bessere Musik

Amerikanische Serien haben einfach die bessere Musikauswahl: Ein Beispiel ist die Schlussszene der zweiten Staffel von „Orange Is The New Black“ (Spoilerwarnung!), als Rosa, die Krebs im Endstadium hat, mit einem Van aus dem Gefängnis ausbricht und beim Fahren „(Don’t fear) the Reaper“ von Blue Öyster Cult hört.

Etwas Passenderes kann man für diese Szene kaum auswählen!

Und das ist sogar bei Zeichentrickserien so: Vor einiger Zeit habe ich mir den „American Dad“-Marathon bei Comedy Central angesehen und in einer Folge kamen zunächst Rush

und dann Joe Satriani vor.

In der zweiten Staffel von „Bloodline“, über die ich schon mal schrieb, wird am Ende der dritten Folge „Liar“ von Henry Rollins eingespielt. An einer Stelle, an der der jüngere Bruder seine Geldsorgen verschweigt, selbst Kokain nimmt und mit Drogenverkäufen seinen Bootsbetrieb retten möchte. Einfach wunderbar!

 

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Der Novemberregen-Moment

Letztens hatte ich im Supermarkt einen Novemberregen-Moment: Ich stehe an der Kasse zwischen zwei anderen Kunden, die Waren habe ich bereits auf das Band geräumt.

Hintermann (blaffend): „Sind Sie fertig oder was?“
Ich (über den Ton amüsiert): „Ja!“
Vordermann (sehr wütend): „Was ist das denn für eine Frage? Total unfreundlich! Und die passt an der Stelle doch auch überhaupt nicht! So etwas fragt man doch höchstens beim Essen!“
Ich (weiterhin amüsiert): „Es bringt nichts, sich aufzuregen.“
Vordermann: „Wie groß sind Sie eigentlich?“
Ich: ???

 

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Gallery Weekend 2016

Wie ich es schon geahnt hatte, ist die Gruppenausstellung vom letzten Jahr schwer zu toppen. Gestern folgte ich dem Routenvorschlag der Zeit und habe einen Spaziergang durch Kreuzberg gemacht: Der erste Stop war die Duve Galerie  im Hinterhaus gar nicht so einfach zu finden  zumal es dort um 12.30 U20160430_130826hr noch ziemlich leer war.

Allerdings hat sich der „Vita Parcours“ von Jens Einhorn und Christopher Füllemann auf jeden Fall gelohnt.

Dann weiter zur ehemaligen katholischen Kirche St. Agnes, die von Werner Düttmann erbaut wurde. Heute berherbergt sie die König Galerie, der ich schon länger auf Instagram folge. Da sich das Gebäude hervorragend für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst eignet, wurden alle meine Erwartungen erfüllt. Aber seht selbst:

Am Jüdischen Museum vorbei ging es dann zu meinem zweiten persönlichen Favoriten: Der Konrad Fischer Galerie, in der die britische Künstlerin Alice Channer ausgestellt wird. Die kleinen Steinchen der Arbeit „Burial“ waren ziemlich rutschig und der Galerist musste die Löcher, die wir in den „Sand“ traten, der aus schwarzem Polystyrol Regranulat besteht, gleich wieder stopfen. Erinnerte mich an die Nationalparks in Arizona/Utah, hat damit aber wohl gar nichts tun.

Ebenfalls bei I20160430_141211nstagram: carlier gebauer. Die beiden Inhaber haben wirklich viel aus den Räumlichkeiten gemacht. Die Galerie befindet sich nämlich in einem ziemlich häßlichen Betonquader, in dem auch Lidl und die Arbeitsagentur „Dependancen“ haben.

Mal schauen, ob ich heute noch mehr schaffe, ich bin gerade etwas unschlüssig, da morgen ja schon die re:publica anfängt und es wieder viel zu laufen geben wird.

 

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Gallery Weekend 2015

Bevor das Gallery Weekend 2016 heute Abend in Berlin offiziell beginnt, ein kurzer Rückblick auf letztes Jahr: Immer noch leicht erkältet, hatte ich mir lediglich eine Schau herausgesucht und fuhr am Sonntag nach Weißensee, wo der Maler Jonas Burgert auf dem Areal einer ehemaligen Halbleiterfabrik die Gruppenausstellung „Ngorongoro“ (der Name, den ich mir partout nicht merken, aber immer wiedererkennen kann) organisiert hatte.

Die Kunstwerke wurden dort im unsterilen Charme des alten Industriegebäudes inklusive Pool präsentiert, in dem Kinder plantschten und an dessen Rand sich Erwachsene ausruhten. Die Atmosphäre des Geländes hatte etwas von Los Angeles – eine der Städte, die mich schon seit Jahrzehnten faszinieren. Ob man so einen außergewöhnlichen Ort toppen kann, ist fraglich, aber ich bin schon sehr gespannt, was es dieses Jahr zu sehen gibt.

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